Altertum

Wenn Bergedorp 1162 erstmals urkundlich erwähnt wurde bedeutet das, Bergedorf war bereits zu diesem Zeitpunkt schon so dicht besiedelt um die Erwähnung in einer Urkunde zu rechtfertigen. Aber wo kamen diese Menschen her? Die Besiedelung dieser Region beginnt früher, viel früher, genauer gesagt in der Altsteinzeit, etwa 15.000 v. Chr. Aus dieser Zeit erhaltene Fundstücke fand man im Raum Boberg wo die Jäger ihre Beute machten und in ihren spärlichen Behausungen zerlegten.

So bot diese Region bereits damals gute Bedingungen für Sammler und Jäger. Die Hügel und Hänge boten Sicherheit und Überblick, die Bille lieferte frisches Wasser und die Wälder waren Dickicht für Wild und Geflügel.

Die vielen Funde aus der Jungsteinzeit um etwa 3.000 v. Chr. im Bereich des Geesthanges und dem heutigen Bergedorf, lassen darauf schließen, dass bereits in diesen Tagen eine, für damalige Zeit starke, Besiedelung in unserem Gebiet vorhanden war. Auch der Fund von damals üblichen Ackerbaugeräten, erhärtet diese These.

Wo genau das Zentrum unserer Ureinwohner gelegen sein mag ist heute nicht mehr festzustellen, da die Bille in den letzten Jahrhunderten ihren Lauf mehrmals verändert hat. 

Aus der Bronzezeit 1.800 - 800 v. Chr. fand man Grabstätten im Heckkathen und auf dem Doktorberg, Urnen mit Leichenbrand, ein Steinbeil, Feuersteingeräte und ein Bronzeband, lassen darauf schließen, dass diese Grabstätten nicht von Nomaden, sondern von sesshaften Menschen angelegt wurden.

Aus der Eisenzeit seit 800 v. Chr. ist nur ein Einzelfund bekannt, der sich im heutigen Mittelpunkt der Bergedorfer Siedlung befand.

Aus den ersten Jahrhunderten der neuen Zeitrechnung haben wir bisher noch keine Zeugnisse.

Erst als in den Jahren 800 n. Chr. Karl der Große im Nordelbischen Raum Fuß fasste und dort das Christentum einführte, erhielt vermutlich Bergedorf sein erstes Gotteshaus.