Facettenreiches Musikleben in Bergedorf

Die Vielseitigkeit des Bezirkes Bergedorf spiegelt sich auch in seinem facettenreichen Musikleben,das aus einer weit vor das 13. Jahrhundert reichenden Tradition schöpft. Das Erbe des wohl bekannstesten, gebürtigen Bergedorfer Komponisten Johann-Adolf-Hasse pflegt die Hasse-Gesellschaft, mit Sitz in dessen Geburtshaus direkt neben der Bergedorfer Kirche St. Petri & Pauli. Der Musikforscher und Händel-Wiederentdecker Friedrich Chrysander wirkte in Bergedorf, hier hält die Chrysander-Gesellschaft sein Erbe lebendig. Ob Johannes Brahms tatsächlich in Bergedorf in jener Kneipe (heute steht dort die Luisenschule) oben auf dem Pfingstberg Klavier gespielt hat, ist nicht wirklich gesichert, wohl aber sein hiesiger Aufenthalt 1846. Der Komponist Detlef Glanert, der Dirigent Jobst Liebrecht, Y‘Akoto und die Bandmitglieder von Deichkind – international unterwegs, in Bergedorf aufgewachsen.

Facettenreiches Bergedorfer Konzertleben auch heute: Ob "umsonst und draußen", beim  Musikfestival Wutzrock (2018 zum 40. mal!), oder bei den Bergedorfer Musiktagen, oder im Saal des Kulturzentrums LOLA, im KulturA oder in den Kneipen oder den zahlreichen Kirchen, ob instrumental oder vokal – es vergeht kein Tag, an dem nicht in Bergedorf Musik erklingt.